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Finnland ist weltweit bekannt für seine atemberaubende Natur, doch unter der Wasseroberfläche braut sich etwas zusammen, das selbst erfahrenen Profis den Atem raubt. Während viele beim Thema Zander sofort an die Elbe oder holländische Kanäle denken, hat sich Finnland still und heimlich zum absoluten Hotspot für Ausnahmefische entwickelt.
Von Lars Hahne
16. Februar 2026
In den letzten Jahren hat Finnland die Schlagzeilen der Angelwelt dominiert. Wer dachte, ein 10-Kilo-Zander sei das Ende der Fahnenstange, wurde eines Besseren belehrt. In den nährstoffreichen Gewässern Finnlands wachsen Fische heran, die fast schon mystische Ausmaße annehmen:
Der 15-Kilo-Kracher: Ein absoluter Ausnahmefisch, bei dem die Waage bei unglaublichen 15,02 kg stehen blieb. Ein Fisch von einer anderen Welt! (Quelle: BLINKER)
Die 14,9-Kilo-Marke: Auch dieser Gigant beweist, dass Finnland das Zeug zum Weltrekord-Revier hat. (Quelle: FISCH & FANG)
Beständigkeit auf Top-Niveau: Zahlreiche Berichte über Rekord-Zander zeigen, dass dies keine Zufallsfänge sind, sondern das Ergebnis eines gesunden Bestands. (Quelle: FISCH & FANG)
Landesrekord: 15,300 kg (103 cm!) aus dem Jahr 2021
Ein entscheidender Faktor für diese phänomenale Entwicklung ist die Erwärmung der Wassertemperaturen. Der Zander, der als wärmeliebender Fisch gilt, profitiert massiv von den Klimaveränderungen der letzten Jahre.
In Zeiten von Livescope und hochmodernen Echoloten könnte man meinen, dass man ohne Bildschirm vor der Nase keine Chance mehr hat. Doch Finnland beweist das Gegenteil. Die Fischdichte ist hier oft so hoch, dass das klassische "Lesen des Gewässers" noch immer zum Erfolg führt.
Unser Guide Viggo ist das beste Beispiel dafür. In den verzweigten Schären rund um Turku verzichtet er oft ganz bewusst auf das Echolot. Er kennt die Strömungskanten, die versteckten Krautfelder und die tiefen Rinnen wie seine Westentasche. Und seine Ergebnisse geben ihm recht: Regelmäßig landen bei ihm wunderschöne Zander im Kescher – gefangen mit Intuition und Erfahrung.
ViggoWenn du die Koffer packst, solltest du diese drei Regionen ganz oben auf deiner Liste haben:
Region | Charakteristik |
Zentralfinnland | Das Herzstück. Riesige Seensysteme mit unzähligen Kanten – perfekt für das klassische Jiggen. |
Südliches Seenland | Nährstoffreiche, trübere Seen. Zander lieben dieses "Süppchen" und sind hier extrem aktiv. |
Nördliches Seenland | Unberührte Natur und kampfstarke Fische. Die neue Grenze für Zander-Pioniere. |
Geheimtipp: Der Süden Finnlands ist ein echter Underdog. Die Kombination aus Ostsee-Brackwasser und tiefen Binnenseen bietet eine enorme Abwechslung und oft frühe Beißphasen im Jahr.
Die tiefen Seen Finnlands sind wahre Schatzkammern, doch sie erfordern Waidgerechtigkeit. Zander sind extrem druckempfindlich.
Wichtiger Hinweis: Fische, die aus einer Tiefe von mehr als 10 Metern gedrillt werden, können den schnellen Druckunterschied beim Auftauchen nicht ausgleichen. Die Schwimmblase dehnt sich aus, was fast immer zu tödlichen inneren Verletzungen führt.
Ein Zander aus dieser Tiefe überlebt das Zurücksetzen nur sehr selten. Wenn du selektiv fischen oder "Catch & Release" betreiben willst, bleibe unbedingt in den flacheren Bereichen über 10m!
Bist du bereit, deinen Traum-Zander in Finnland zu fangen?