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Clupea harengus membras
Der Ostseehering — in Finnland Silakka genannt — ist der wichtigste kommerzielle Fisch des Landes. Jährlich werden über 100.000 Tonnen aus der Ostsee gefischt, mehr als jede andere Fischart. Die Silakka ist dabei eine Unterart des Atlantischen Herings (Clupea harengus membras), die sich durch ihre deutlich geringere Größe auszeichnet.
Der Helsinkis Heringsmarkt (Silakkamarkkinat) ist Finnlands älteste Traditionsveranstaltung — seit 1743 findet er jeden Oktober am Marktplatz statt. Fischer aus dem gesamten Schärengebiet bringen ihre frischen und verarbeiteten Heringsprodukte in die Hauptstadt. Der Markt ist UNESCO-Kulturerbe-Kandidat und zieht jährlich über 100.000 Besucher an.
Anders als der Atlantische Hering, der 30 cm und mehr erreicht, bleibt die finnische Silakka meist unter 20 cm. Der niedrige Salzgehalt der Ostsee (5 — 8 ‰ statt 35 ‰ im Atlantik) und die kürzere Wachstumsperiode erklären diese Differenz. Was der Silakka an Größe fehlt, macht sie durch schiere Masse und kulinarische Vielfalt wett.
Küstenpräsenz des Ostseeherings in finnischen Gewässern — mit Zugspitzen im Frühjahr und Herbst.
Der Hering ist ein Planktonfresser, der sich hauptsächlich von Kleinstkrebsen und Zooplankton ernährt — ganz anders als Raubfische.
Der finnische Ostseehering (Silakka) ist deutlich kleiner als sein atlantischer Verwandter — eine Anpassung an das Brackwasser der Ostsee.
| Alter (Jahre) | Länge | Gewicht | Relative Größe |
|---|
Kaltwasserfisch. Meidet im Hochsommer die oberflächennahen Schichten und zieht in tiefere, kühlere Bereiche.
Perfekt an das Brackwasser der Ostsee angepasst. Der niedrige Salzgehalt ist ein Grund für die geringe Größe der Silakka.
Bildet tagsüber dichte Schwärme in der Tiefe und steigt nachts zum Fressen an die Oberfläche auf.
Laicht bevorzugt in geschützten Buchten und zwischen Schären. Die Schärenküste bietet ideale Kinderstuben.
Folgt den Planktonblüten. Frühjahrsblüte und Herbstproduktion bestimmen die Küstenwanderungen.
Heftet Eier an Fucus-Algen und andere Unterwasservegetation in 2 — 10 m Tiefe. Laichzeit April bis Juni.
Heringsfischen in Finnland ist eine Mischung aus Tradition und Effizienz. Während die kommerzielle Fischerei mit Stellnetzen und Trawlern arbeitet, gibt es für Sportangler mehrere bewährte Methoden, die besonders während der Küstenzüge im Frühjahr und Herbst erfolgreich sind.
Besonders beliebt ist das Angeln vom Steg oder Hafenmole mit einfacher Handleine oder leichter Rute — eine perfekte Einstiegsmethode, die in Finnland auch bei Kindern und Familien populär ist. Sabiki-Rigs mit mehreren Haken ermöglichen dabei Mehrfachfänge.
Paternostersystem mit 4-6 kleinen Haken und Fischhautimitaten. Die effektivste Methode während des Frühjahrszugs.
Leichte Pilker oder Jigs vertikal unter dem Boot. Echolot hilft, die Schwärme in der Tiefe zu finden.
Traditionelle kommerzielle Methode. Erfordert in Finnland eine Genehmigung. Maschenweite 16-22 mm für Silakka.
Einfachste Methode — perfekt für Einsteiger und Familien. Ein Haken, ein Wurm oder Fetzen, fertig.
Der Hering kommt entlang der gesamten finnischen Ostseeküste vor. Diese Regionen sind besonders ergiebig und gut zugänglich.
Silakkamarkkinat — Stadtnahe Fischerei
Die Schären vor Helsinki bieten exzellentes Heringsfischen in unmittelbarer Stadtnähe. Im Frühjahr ziehen die Schwärme direkt an den Inseln vorbei. Der historische Heringsmarkt im Oktober macht Helsinki zum Zentrum der finnischen Heringskultur.
Größtes Schärengebiet der Welt
Mit über 20.000 Inseln bildet der Turku-Archipel das weltweit größte Schärengebiet. Die geschützten Buchten zwischen den Inseln sind ideale Laichplätze. Traditionelle Fischerdörfer bieten Zugang und lokales Wissen.
Autonome Region, reiche Fischgründe
Die autonome Region Åland liegt zwischen Finnland und Schweden und hat eine lange Fischereitradition. Der etwas höhere Salzgehalt begünstigt größere Heringe. Ålands Fischer versorgen den Heringsmarkt in Helsinki seit Jahrhunderten.
Niedrigster Salzgehalt, kleinste Silakka
Im nördlichen Bottnischen Meerbusen sinkt der Salzgehalt auf unter 3 Promille. Die Heringe hier sind die kleinsten Finnlands, aber besonders geschätzt für Räucherware. Die Stadt Kalajoki ist ein bekanntes Heringsfischzentrum.
Entdecke 5 Angebote für das Heringsangeln in Finnland

Nauvo, Südwest-Finnland
Modernes, minimalistisches, zweistöckiges Gebäude im Aalto-Stil aus dem Jahr 2003, etwa 300 m vom Hauptgebäude und dem Hafen von Seili entfernt. Es gibt sechs separate Zweibettzimmer. Gemeinsames Bad und Duschen. In der Wintersaison gibt es die Möglichkeit, in der Gemeinschaftsküche zu kochen.

Korpo, Südwest-Finnland
Einfache Zweibettzimmer

Korpo, Südwest-Finnland
Gemütliches Einzelzimmer - ein Zusatzbett kann auf Anfrage hinzugefügt werden.

Nauvo, Südwest-Finnland
Gemütliches ehemaliges Arbeiterhaus aus dem frühen 20. Jahrhundert. Das Haus liegt ca. 200 Meter vom Hauptgebäude und ca. 900 Meter vom Fährhafen entfernt. Zwei Zimmer, eines mit Pantryküche und Schlafsofa, das andere mit zwei Einzelbetten. Eigenes Bad mit Dusche. Haustiere sind erlaubt. Vollständig ausgestattete Küche.
Rymättylä, Südwest-Finnland
Entfliehen Sie der Natur mit Meerblick in dieser 2025 gebauten "Vogelhaus"-Hütte. Rauchsauna und Frühstück inklusive.